Hundstage machen Vierbeinern zu schaffen!

Tiere dürfen nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden

Bad Reichenhall (ros) – Die hohen Temperaturen machen nicht nur den Menschen zu schaffen, sondern auch den Vierbeinern. Peter Friedrich, Vorsitzender des Reichenhaller Tierschutzvereins, berichtet über schlechte Erfahrungen, die er mit Hundebesitzern machte, und gibt Ratschläge, die sich Tierliebhaber zu Herzen nehmen sollten.

Haustiere wie Hunde und Katzen tragen nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer ihren Pelz. Da sie keine Schweißdrüsen besitzen, schwitzen sie nur über die Zunge und ihre Pfoten. Die Gluthitze der letzten Tage ist für sie nur im Schatten zu ertragen. Deshalb rät Peter Friedrich das Gassigehen auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden zu legen. Ärgerlich findet der Vorsitzende des Tierschutzvereins die Unkenntnis der Besitzer. Hunde reagieren auf Hitze wie Zweibeiner, die bei Temperaturen über 30 Grad große Anstrengungen vermeiden. Das sollte auch für Hunde gelten. „Doch oft nehmen die Besitzer keine Rücksicht auf ihre Tiere“, berichtet Friedrich. Erst am Montag stoppte er einen Hundebesitzer, der radelnd seinen Vierbeiner ausführte.

„Doch er zeigte sich einsichtig und ging zu Fuß weiter“, erzählt der Tierfreund.

Immer wieder kann man in der Zeitung lesen, dass neben kleinen Kindern auch Hunde während des Einkaufens im Auto vergessen werden. Häufig wird dabei die Temperaturentwicklung im Inneren des Wagens unterschätzt. Aus dem im kühlen Schatten abgestellten Auto kann durch die wandernde Sonne schnell ein Backofen werden, der sich auf 60 bis 80 Grad aufheizt. Auch ein geöffnetes Fenster reicht nicht aus, um die nötige Luftzirkulation herzustellen.

„Doch in der Kurstadt ist es schon länger nicht mehr zu solchen Zwischenfällen gekommen“, sagt Peter Friedrich und berichtet von seiner letzten Befreiungsaktion, die schon drei oder vier Jahre zurückliegt. Damals wurde ein Hund im Auto vergessen, während der Besitzer ein kühles Bad im Thumsee nahm. Doch nachdem das Herrchen ausfindig gemacht wurde, konnte der Vierbeiner befreit werden. Generell gilt, nicht länger als fünf bis zehn Minuten den Hund im Auto zu lassen.

(Reichenhaller Tagblatt, Freitag, 20.08.04, Frau Rosenberg)

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